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Alimente: wie viel Unterhalt für ein Kind zu zahlen ist

Vom Nettoeinkommen, je nach Alter16 bis 22 %samt Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Der Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, zahlt Geldunterhalt. Die Gerichte rechnen mit Prozentsätzen vom Nettoeinkommen: 16 Prozent bis zum sechsten Geburtstag, dann 18, 20 und ab 15 Jahren 22 Prozent.

Das sind Richtwerte der Rechtsprechung, kein Gesetz. Für weitere Kinder und unterhaltsberechtigte Ehepartner gibt es Abzüge, bei hohen Einkommen eine Obergrenze.

Stand 18. September 2026. Quelle: oesterreich.gv.at

Dauer

Unterhalt ist zu zahlen, bis das Kind sich selbst erhalten kann. Das endet nicht automatisch mit dem 18. Geburtstag.

Den Richtwert berechnen

Unterhalt im Monat, Richtwert
462 €
18 Prozent von 2.566,67 €
€
Des Elternteils, der Geldunterhalt zahlt.
8 Jahre
keine
keine
So setzt sich der Betrag zusammen
Bemessungsgrundlage im Monat2.566,67 €
Prozentsatz nach Abzügen18 %
Regelbedarf in diesem Alter460 €
Luxusgrenze920 bis 1.150 €
Richtwert462 €

Richtwert nach der Prozentsatzmethode. Nicht gerechnet ist die Anrechnung der Familienbeihilfe, die den Betrag vor allem bei höheren Einkommen senkt, und die Betreuung durch den zahlenden Elternteil. Das Gericht entscheidet nach den Umständen des Einzelfalls. Deine Eingaben bleiben auf deinem Gerät.

Prozentsätze und Regelbedarf 2026

Unterhalt bei 2.200 Euro netto im Monat mit 14 Bezügen, ohne weitere Unterhaltspflichten.

Alter des KindesProzentsatzRichtwertRegelbedarf
bis 6 Jahre16 %410,67 €360 €
6 bis 10 Jahre18 %462 €460 €
10 bis 15 Jahre20 %513,33 €560 €
ab 15 Jahren22 %564,67 €700 €

Prozentsätze: oesterreich.gv.at. Regelbedarf: Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien, gültig 1. Jänner bis 31. Dezember 2026. Ab 20 Jahren beträgt er 800 Euro.

Abzüge und Obergrenze

Der Regelbedarf ist der durchschnittliche Bedarf eines Kindes für Wohnen, Essen, Kleidung, Schule, Freizeit und Taschengeld. Er ist kein Mindestunterhalt: Bei niedrigem Einkommen liegt der Prozentwert darunter.

Wenn das Einkommen sinkt

Beide Eltern müssen nach ihren Kräften zum Unterhalt beitragen. Wer weniger verdient, als er könnte, etwa weil er eine zumutbare Arbeit ablehnt, wird an dem Einkommen gemessen, das er erzielen könnte. Das heißt Anspannungsgrundsatz.

Vier durchgerechnete Fälle

Ein Kind im Volksschulalter

2.200 Euro netto, Kind 8 Jahre, keine weiteren Unterhaltspflichten

Bemessungsgrundlage2.566,67 €
Prozentsatz18 %
Regelbedarf460 €
462 Euro im Monat

Urlaubs- und Weihnachtsgeld zählen mit, deshalb liegt die Bemessung über dem Monatsnetto.

Zwei Kinder, gerechnet für das ältere

2.600 Euro netto, Kind 13 Jahre, Geschwisterkind ist 7 Jahre alt

Bemessungsgrundlage3.033,33 €
Prozentsatz19 %
Regelbedarf560 €
576,33 Euro im Monat

Für jedes weitere Kind sinkt der Prozentsatz. Der Unterhalt für das jüngere Kind wird gesondert berechnet.

Hohes Einkommen, Kleinkind

7.000 Euro netto, Kind 3 Jahre, keine weiteren Unterhaltspflichten

Bemessungsgrundlage8.166,67 €
Prozentsatz16 %
Regelbedarf360 €
gedeckelt bei 720 bis 900 Euro

Der Prozentwert liegt über der Luxusgrenze. Gerichte deckeln den Unterhalt dann beim Zwei- bis Zweieinhalbfachen des Regelbedarfs.

Niedriges Einkommen

1.300 Euro netto, Kind 16 Jahre, Teilzeit, ein Kind mit 16

Bemessungsgrundlage1.516,67 €
Prozentsatz22 %
Regelbedarf700 €
333,67 Euro im Monat

Der Betrag liegt unter dem Regelbedarf. Wer weniger verdient, als er könnte, wird so behandelt, als hätte er das erzielbare Einkommen.

So wird Unterhalt festgelegt

  1. Einkommen offenlegen. Grundlage ist das Nettoeinkommen eines Jahres samt Sonderzahlungen, geteilt durch zwölf.
  2. Einen Unterhaltstitel schaffen. Erst eine gerichtliche Entscheidung oder eine gleichwertige Vereinbarung macht den Anspruch durchsetzbar. Sie ist auch Voraussetzung für den Unterhaltsvorschuss.
  3. Formulare und Anträge. Das Justizministerium stellt sie über JustizOnline bereit.
  4. Bei Änderungen neu festsetzen lassen. Ein neues Alter des Kindes, ein weiteres Kind oder ein anderes Einkommen ändern den Betrag.
Zu oesterreich.gv.at

Berechnung der Unterhaltshöhe

Quellen

Stand der Werte: 18. September 2026. Veröffentlicht am 18. September 2026.